Das (systemische) IKIGAI-Modell und die methodische Arbeit damit, stellt 4 grundlegende (Lebens-) Fragen, und verbindet die individuellen Antworten einer Person zu einem Ganzen – zum persönlichen IKIGAI. Dieser Prozessarbeit wirkt also als „Verschmelzung“ verschiedener Grundfragen menschlichen Daseins, wobei eine treibende, lebendige Kraft erzeugt wird, welche auf der Klarheit basiert, wer man ist und was man in der Welt und wie und wozu bewirken will. IKIGAI Modell Menschen können nicht anders als sich entwickeln. Denn Entwicklung, also Veränderung von der Zeugung bis zum letzten Atemzug, ist naturgegeben. Menschen wollen sich in einer zu ihrer individuellen Natur passenden Weise entwickeln. Sicherheit entsteht aus dem Gefühl und der Überzeugung heraus, über Kompetenzen und Fähig keiten zu verfügen, welche ermöglichen, Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Menschen können im Leben erfolgreich sein und ein komfortables Leben führen, aber wenn sie nicht auf ihr Herz hören oder nicht das tun können, was sie lieben, entsteht ein Gefühl von Leere. Wo Menschen der persönlichen Zuneigung Ausdruck geben, entsteht Fülle. Und das Potenzial im Leben Freude und Zufriedenheit zu empfinden. Menschen wollen sinnstiftend wirken. Sie wollen etwas bewirken, das von anderen gesehen wird, das einen Wert schafft oder von ihnen selber als wertvollen Beitrag gedeutet wird. Menschen wollen sich grundsätzlich nützlich fühlen. Sie brauchen dafür ein „Wozu“ sie da sind. Den Mehrwert, den sie anderen oder der Welt bieten, soll auch sicht- und greifbar wertgeschätzt werden. Als Grundlage dafür, müssen Menschen auch zumindest ihre Grundbedürfnisse befriedigen können – also eine existenzielle Sicherheit haben oder erschaffen können:
- das zu tun, worin man stark ist, ergibt (Selbst-)Sicherheit
- das zu tun, was man liebt, schenkt Fülle
- etwas zu tun, was nützlich ist, wird mit einem wertvollen Leben belohnt
- das zu tun, wofür man auch bezahlt wird, ermöglicht Existenzsicherung
Fehlt ein Element, dann entsteht entweder ein Gefühl der Unsicherheit, der Leere oder der Nutzlosigkeit oder der Mensch verwirklicht seine Ideale, opfert sich dabei ohne entsprechende Wertschätzung zu bekommen oder wird von Almosen abhängig. Der Mensch kann so sein ganzheitliches Potenzial nicht entfalten. Darum lohnt es sich anhand des Modells und der Methode, sein ganzheitliches Potenzial zu erforschen. ikigaizone.ch IKIGAI Modell Seite 1/4 4 Grundfragen IKIGAI
- das, worin ich gut bin = Stärken/Ressourcen
- das, was ich liebe = Vorlieben/Neigungen
- das, was die Welt braucht = Bedürfnisse/Anforderungen
- das, wofür ich bezahlt/ wertgeschätzt werden kann = Lohn/Wert
4 Verbindungen IKIGAI
- das, wofür ich bezahlt/wertgeschätzt werden kann & das, worin ich gut bin = Profession/Kraft
- das, worin ich gut bin & das, was ich liebe = Passion
- das, was ich liebe & das, was die Welt braucht = Mission
- das, was die Welt braucht & das, wofür ich bezahlt/wertgeschätzt werden kann = Berufung/Ruf
Verschmelzung zum IKIGAI Die Arbeit mit dem IKIGAI-Modell und der -Methode (IPEM) löst Suchbewegungen aus und bringt die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen mit der „Aussen-Welt“ zusammen und ergänzt auch die Begleit-Arbeit mit einem weiteren Element, ohne konkret danach zu Fragen; es stellt implizit die Frage nach dem „Sinn“ (Sinnhaftigkeit, Bedeutsamkeit) eines Fragestellers, Ziele (weiter) zu verfolgen oder zeigt auf, inwiefern eine (Lebens) Ausrichtung definiert werden kann – und zwar wiederum unter Berücksichtigung wie die Eignungen und Neigungen/Interessen dazu dienen können, „materiell“ eine Existenz zu sichern – es kann hier auch immaterielle, dafür aber konkret, fassbare Wertschätzung gemeint sein. Und IKIGAI fragt nach dem Gemeinschaftssinn (respektive dem individuellen Verständnis davon) und einer Verwirklichung in der „realen“ Welt. Es stellt also die Frage nach individueller Sinnfindung oder -gebung und nach persönlicher Sinnstiftung in der Welt. Die methodische Arbeit mit dem IKIGAI-Modell wirkt als „Verschmelzungsprozess“ dieser verschiedenen Grundfragen menschlichen Daseins, wobei eine treibende, lebendige Kraft erzeugt wird, welche auf der Klarheit basiert, wer man ist und was man in der Welt und wie und wozu bewirken will.